Gedanken über Kunst

Ist Kunst nur dann Kunst, wenn es von der großen Masse als solche akzeptiert wird? Wenn sie sich möglichst gut und gewinnbringend vermarkten lässt? Dem vom  Gesellschaftsystem geprägten "Mainstream" entspricht?   . 

 Ein Gemälde eines alten Meisters, eine Skulptur, eine klassische Komposition, Lyrik, - damit wird Kunst automatisch verbunden. In einem Customcar oder Bike, einem Tattoo, im Rock, Hardrock u. Metal- Kunst zu sehen fällt der Masse immer noch schwer. Wenn überhaupt, wird Kunst in Verbindung mit dem Ausdruck "Subkultur" gebraucht.   Doch warum sollte es keine Kunst sein wenn man ein Tattoo sticht oder ein Bike baut?

Kunst ist  ein weitläufiger Begriff. Für mich selbst ist sie ein Ausdruck der Individualität,  eine Form des Mitteilens und besonders von Leidenschaft .Selbstverständlich sind Talent und perfekte Beherrschung der Technik zur Umsetzung nötig. Jeder Mensch mit gesunden Händen kann das Spielen einer Violine technisch perfekt erlernen. Doch erst die Leidenschaft erweckt die Musik zum Leben. Sie lebt nicht nur im Licht des breiten Interesses und der Anerkennung sondern existiert auch im Dunklen und verborgenen. Das vielleicht sogar noch um einiges intensiver, machtvoller. Sie ist eine Macht, die aufzurütteln und zu bewegen vermag. Oft ist sie unbequem. Daher ist sie auch nicht immer unbedingt das Liebkind der Gesellschaft. Sie gleicht für mich einem Spiegel, der uns auch nicht immer das zeigt, was wir sehen wollen. Er zeigt uns unsere Negativmale gleichermassen wie das Schöne.

Künstler sind Individualisten die sich über ihr Schaffen ausdrücken.. Als solche schaffen sie Kunst und diese schafft wiederum Trends. Trends sind mir, was mich betrifft, ziemlich egal. Entweder etwas gefällt mir oder es gefällt mir eben nicht.  

Wenn ich etwas gestalte, dann aus meiner Intuition heraus. Ich experimentiere gerne  und versuche neue Materialien. Ich habe mich scheinbar nicht auf eine bestimmte Linie festgelegt. Mit Sicherheit bin ich auch nicht der genau definierte Typ des Airbrushers, Autors, Designers, Fotografen oder Tattooer. Alle Zweige meiner Interessen fliesen ineinander.  Wenn, dann ist das meine Linie. 

Wie ich schon auf der Seite "Projekte" schrieb, muß mich eine Aufgabe reizen. Es beginnt immer mit einer spontanen Idee. Daraus wird nicht zwangsläufig ein Projekt. Es kann aber durchaus einmal als Baustein in einem Projekt zu finden sein.

So finden einige Bekannte, dass ich sehr wenig Material zum Dokumentieren  meiner Arbeiten habe. Nun, das kommt auf die Sichtweise an. Wenn man damit eine durchgehende Fotoserie und Protokoll über jedes Bike  oder anderes Projekt meint , stimmt es. Zu einem Teil ist daran ein Zimmerbrand und andere Umstände schuld. Andererseits wollte ich lange Zeit auch nicht. .. Es weitläufig puplik zu machen war nicht mein Ziel.  Es gab die Skizzen und Notizen, sofern sie erhalten blieben.  Das reichte mir.   Und das ist aus persönlichen und alltagsbedingten Gründen  einige Zeit so geblieben. Ich empfand ein sehr intensives Bedürfnis nach Ruhe. Diese Ruhe fand ich nur im kreativen Bereich. und dieses Refugium der Ruhe und Freiheit wollte ich mir erhalten. 

 Ob ich ein Künstler bin? Wie wäre es mit der Beschreibung  "schreibender, airbrushender, seine KFZ selbst designende, aufbauende und  fotografierender Tättowierer"?  Oder  bin ich  nur ein kreativer Biker? Aber vielleicht verrät euch ein Besuch im Fotoalbum mehr.

 

 


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